Wenn das kein Grund zur Freude ist


Die erfolgreiche Schreinerklasse SC2022A in Lyss mit Lehrpersonen. Bild: VSSM BE


Die erfolgreiche Schreinerklasse SC2022A in Lyss mit Lehrpersonen. Bild: VSSM BE
LAP Bern Regional. An den Schulstandorten Lyss, Langenthal und Langnau der VSSM-Sektion Bern schlossen 117 Schreinerlernende ihre Ausbildung mit Erfolg ab. Sie schufen sich damit eine solide Ausgangsposition für ihre berufliche Zukunft.
Die Freude über den erfolgreichen Lehrabschluss war gross: 34 Schreinerinnen und Schreiner nahmen zum Monatswechsel in Lyss ihr Fähigkeitszeugnis entgegen. In seiner Ansprache zitierte Walter Hofer, Präsident der Regionalsektion, den deutschen Dichter Wolfgang von Goethe: «Das Aussergewöhnliche geschieht nicht auf glattem, gewöhnlichem Wege.» Das Zitat nahm er zum Anlass, auf die zahlreichen Weichenstellungen im bisherigen Werdegang der jungen Berufsleute hinzuweisen. Bereits die Wahl zwischen Gymnasium und Berufslehre sei eine solche Weichenstellung gewesen. Während der Ausbildung seien viele weitere Entscheidungen gefolgt oder stünden noch bevor. Alle hätten sich bewusst für den Schreinerberuf entschieden und dabei zahlreiche Herausforderungen gemeistert. Ihre Leistungen seien deshalb als aus-sergewöhnlich zu würdigen.
Anschliessend kamen Josuah Nelles und sein Berufsbildner Reto Rindlisbacher zu Wort. Nelles, der es im vergangenen Jahr in die Schreinernationalmannschaft geschafft hatte, berichtete von seinen Erfahrungen bei den Swiss Skills. Die Sektionsmeisterschaften habe er ursprünglich als Vorbereitung auf die Teilprüfung betrachtet. Die guten Resultate hätten ihn motiviert, sich intensiv auf die Regionalmeisterschaften und anschliessend auf die Swiss Skills vorzubereiten. Als Höhepunkt bezeichnete er klar die Swiss Skills, an denen er wertvolle Erfahrungen sammeln konnte. Berufsbildner Reto Rindlisbacher bezeichnete die Vorbereitung auf die Swiss Skills als intensive Zeit. Von den Wettkämpfen habe nicht nur Nelles profitiert, sondern auch er selbst.
Als Jahrgangsbester von Lyss wurde Josuah Nelles (Ehrenzeller + Kovatsch AG, Kirchlindach) für seinen Notendurchschnitt von 5,5 geehrt. Mit der Note 5,4 folgte Florian Hirschi (Hurni + Sohn AG, Ferenbalm). Hirschi erzielte zudem mit der Note 5,5 das beste Resultat in der Allgemeinbildung. Beide erhielten den Holzhobel als Auszeichnung. Insgesamt erzielten sieben der 34 Absolvent/innen einen Durchschnitt von 5,1 und mehr und wurden dafür ausgezeichnet.
Im Langnauer Tigersaal feierten 50 junge Berufsleute den Abschluss ihrer Ausbildung. Präsident Beat Fankhauser blickte auf den ersten Arbeitstag der nun frisch diplomierten Schreinerinnen und Schreiner zurück. Dieser sei jeweils geprägt von Nervosität und Unsicherheit. Neue Holzarten müssten gelernt, betriebsinterne Abläufe verstanden sowie ein unbekanntes Umfeld kennengelernt werden. Hinzu komme der wachsame Blick der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner. Im Verlauf der vier Lehrjahre wachse jedoch die Sicherheit, und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nehme stetig zu. Mit dem erfolgreichen Abschluss beginne nun ein neuer Lebensabschnitt. Das eidgenössische Fähigkeitszeugnis bietet den Absolventinnen und Absolventen mehr Freiheit und bildet zugleich ein solides Fundament für die berufliche Zukunft. Im Anschluss an die Übergabe der Fähigkeitszeugnisse und Berufsatteste wurden besondere Leistungen gewürdigt. Bei den Schreinerinnen und Schreinern EFZ wurde Joel Andreas Stalder (Schreinerei Bigler GmbH, Mühlethurnen) als Jahrgangsbester für seinen Notendurchschnitt von 5,6 ausgezeichnet. Ebenfalls hervorragende Leistungen erzielten Fabienne Flükiger (Fankhauser Schreinerei AG, Langnau), Levi Held (Forster AG, Oberburg), Nico Scherz (Hossmann Küchen AG, Gerzensee), Juliana Lea Vinzens (La Luna GmbH, Bern) sowie Mike Wiedmer (Stalder Küchen AG, Oberdiessbach) mit einem Notendurchschnitt von 5,4. Sie alle erhielten den traditionellen Holzhobel mit eingraviertem Namen. Insgesamt wurden 14 der 40 EFZ-Absolvent/innen für einen Notendurchschnitt von 5,1 oder höher geehrt.
Auch die Absolvent/innen des eidgenössischen Berufsattests (EBA) überzeugten mit sehr guten Leistungen. Von den zehn EBA-Absolventinnen und Absolventen erreichten fünf einen Notendurchschnitt von 5,1 oder höher. Besonders hervorgetan hat sich Jan Spring (K. Bühlmann GmbH, Schwarzhäusern), der mit einem Notendurchschnitt von 5,3 abschloss.
Im Saalbau in Kirchberg haben 33 junge Schreinerinnen und Schreiner des Schul-standorts Langenthal ihren erfolgreichen Ausbildungsabschluss gefeiert. Während der Abschlussfeier erklärten die frisch diplomierten Schreinerinnen und Schreiner mit kurzen Worten die Idee und Herausforderungen hinter ihrer Individuellen Praxisarbeit (IPA). In Kombination mit den dazu gezeigten Fotos erhielten die Gäste einen vielseitigen Einblick in die ausgeführten Arbeiten. Darunter gab es Sideboards, Kleiderschränke, Garderoben, einen Schreibtisch, Bar- und Beamermöbel, aber auch ein rundes Möbel mit gedrechselten Elementen. Bei den eingebauten Elementen fielen Haustüren, Küchen sowie eine Ladentheke auf.
Als Jahrgangsbester wurde Raphael Hutterli (Schreinerei Bieri GmbH, Oberbottigen/Bern) für seinen Notendurchschnitt von 5,6 ausgezeichnet. Er erhielt den traditionellen Holzhobel mit eingeschnitztem Namen. Die gleiche Auszeichnung ging an Ramón Bärtschi (Käser AG, Walterswil) für die Note 5,4. Insgesamt wurden elf der 33 Absolventinnen und Absolventen für ihren Notendurchschnitt von 5,1 und darüber ausgezeichnet.
Veröffentlichung: 16. Juli 2026 / Ausgabe 29-30/2026
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