Zukunft Handwerk

Homag zeigt ein neues Robotersystem für den Palettentransport. Bild: Noah J. Gautschi

Messe. Mit der Holz-Handwerk und Fensterbau-Frontale gingen in Nürnberg die diesjährigen Messe-Highlights für das holzverarbeitende Handwerk zu Ende. In der Bildstrecke zeigt die SchreinerZeitung einige Bilder der Neuheiten und nennt Fakten zur Messe.

Am vergangenen Samstag gingen in Nürnberg die Holz-Handwerk und die Fensterbau-Frontale zu Ende. Während den vier Messetagen stömten über 110'000 Fachbesucher auf das Messegelände, auch Besucher aus der Schweiz waren immer wieder anzutreffen. Die Aussteller hatten dies bereits im Vorjahr erkannt und haben vorgesorgt – auf vielen Ständen war auch ein Schweizer Ansprechpartner anwesend. Insgesamt präsentierten 1329 Aussteller aus 42 Ländern ihre Produkte und Anlagen für die Holzverarbeitung.  Damit konnte die Messe an den Erfolg aus dem Jahr 2016 anknüpfen und bestätigte ihre hohe Relevanz für die europäische Holzbranche.

Handfestes und Digitales

Wie zu erwarten setzten insbesondere die Maschinenhersteller auf das Thema Digitalisierung. Man ist sich weitgehend einig, dass in den nächsten Jahren kaum grosse Sprünge bei der Maschinentechnik zu erwarten sind. Vielmehr setzen Hersteller wie Biesse, SCM, Homag und Weinig Holz-Her auf verschiedene digitale Plattformen um die Produktion zu steuern, analysieren und optimieren. Dafür stellen die Unternehmen vermehrt Informatiker und Datenanalysten ein. Konkrete Vorgaben oder Standards scheint es aber noch nicht zu geben, hier müssen sich zuerst einige Systeme beweisen und durchsetzen. So lange bleibt dem Handwerk nichts anderes übrig, als sich selber einen Weg durch den digitalen Dschungel zu bahnen und sich langsam der Thematik anzunähern.

Dennoch bleibt das Herstellen von handfesten Dingen der Hauptbestandteil des Handwerks. Entsprechend gab es viele Maschinen, Werkzeuge, Beschläge und Systeme zu sehen, welche verbessert oder überarbeitet wurden. Dadurch kann man die Produktion optimieren und für künftige digitale Anbindungen vorbereiten. Interessant ist, dass sich jetzt auch Beschläge-, Material- und Maschinenhersteller zusammenschliessen, um eigene Fenstersysteme zu entwickeln.

Kooperationen und ein Kompetenzzentrum

Die Homag Group und die Grenzebach-Gruppe, ein Spezialist für die Automation industrieller Prozesse, haben auf der Messe den Abschluss einer strategischen Partnerschaft bekanntgegeben. Vereinbart wurde eine intensive Zusammenarbeit im Bereich von fahrerlosen Transportsystemen (FTS). Ziel ist es, smarte Lösungen für den flexiblen Transport von Werkstücken zwischen Bearbeitungsmaschinen und Zellen für die holzbearbeitende Industrie zu bieten. Die Homag Group verfügt über ein umfangreiches Branchen-Know-how und kennt die Prozesse und Anforderungen der Kunden sehr genau. Grenzebach wiederum steuert Erfahrung in der Schliessung von Automatisierungslücken in der Produktionslogistik mittels FTS bei.

Ebenfalls Neuigkeiten gibt es von der Biesse Group: Das italienische Unternehmen baut im süddeutschen Nersingen in der nähe von Ulm ein neues Fensterkompetenzzentrum auf. Auf etwa 3000 mwerden Maschinen für den deutschsprachigen Raum bestückt, eingefahren und für die Auslieferung vorbereitet.

Die ausführlichen Berichte über die beiden Fachmessen folgen in den nächsten beiden Printausgaben der SchreinerZeitung. Die nächste Holz-Handwerk und Fensterbau-Frontale findet vom 18. bis 21. März 2020 statt.

njg/ph 

Veröffentlichung: 26. März 2018

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