Zwischen Himmel und Hölle

So gross die Vielfalt der Farben, so gross auch die Vielfalt ihrer Symbolik. Bild: Stefan Hilzinger

FarbSymbolik.  Rot ist die Liebe, steht aber auch für Gefahr und Verbote. Schwarz ist elegant, hat aber auch etwas Bedrohliches. In allen Zeiten und Kulturen haben Farben einen Symbolgehalt, der durchaus widersprüchlich ist.

Eine der bekanntesten Persönlichkeiten, die sich früh mit der Symbolik von Farben befassten, war Dichter Johann Wolfgang von Goethe in seiner Farbenlehre. Rot und Orange standen bei ihm jedoch nicht für die Liebe, sondern für die Vernunft, während das blau-grüne Farbspektrum für Sinnlichkeit und Leidenschaft steht.

Das Farbsehen ist sehr subjektiv, was man aus dem Alltag bestens kennt. Und so kennt die Farbsymbolik zwar durchaus universelle Zuordnungen, doch es gibt auch kulturelle Unterschiede und Verschiebungen im Laufe der Geschichte. So ist in gewissen Kulturen nicht Schwarz die Farbe der Trauer, sondern Weiss. Und auf den Hochzeitsfotografien von Grosseltern oder Urgrosseltern trägt die Braut oft nicht das vermeintlich unschuldige Weiss, sondern ein ernstes Schwarz. Selbst die heute vielfach gängige Einkleidung von neugeborenen Buben in Hellblau und von Mädchen in Zartrosa war früher genau andersherum.

In der Symbolik der Farben steckt also durchaus Widersprüchliches, was auch in einer Auflistung in der freien Enzyklopädie Wikipedia zu finden ist:

  • Gelb wie reifes Getreide steht für Freundlichkeit, Glück, Gold und Heiterkeit, aber auch für Egoismus, Eifersucht, Geiz und Hinterlist.
  • Grün steht allgemein für die Natur, für den Anfang, Durchsetzungsvermögen und Grosszügigkeit, aber auch Eifer- sucht, Gift, Gleichgültigkeit.
  • Blau symbolisiert den Himmel, Entspannung, Göttlichkeit und Hoffnung, aber auch Ablehnung, Depression («Blues») und Kälte.
  • Die Trauerfarbe Schwarz symbolisiert auch Ansehen, Demut, Eleganz und Tradition, aber auch das Böse, die Furcht sowie Tod und Teufel.
  • Das engelhafte Weiss steht für Empfindsamkeit, das Gute, Frische und Reinheit, aber eben auch für Kälte, Kraftlosigkeit und Leere.

stefan Hilzinger

Veröffentlichung: 11. Dezember 2025 / Ausgabe 50/2025

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