Bildung schafft Erfolg


«Das Jammern hilft niemandem weiter.» Für Präsident Heinz Fehlmann ist die Bildungsoffensive das Rezept gegen die Krise. Bild: VSSM-Sektion TG


«Das Jammern hilft niemandem weiter.» Für Präsident Heinz Fehlmann ist die Bildungsoffensive das Rezept gegen die Krise. Bild: VSSM-Sektion TG
Schreiner thurgau. Der Präsident des Verbandes Schreiner Thurgau VSSM zeigte sich an dessen Generalversammlung zuversichtlich betreffend Frankenstärke. Die Branche investiere offensiv in die Aus- und Weiterbildung, was gute Voraussetzungen schaffe, um am Markt zu bestehen.
Das Baugewerbe boome zwar immer noch. «Doch es wird früher oder später die Aufhebung des Euromindestkurses zu spüren bekommen», sagte Heinz Fehlmann, Präsident des Verbandes Schreiner Thurgau VSSM, an dessen Generalversammlung. Es sei aber verfehlt, in Panik zu verfallen.
Rund 50 stimmberechtigte Schreinermeister folgten der Einladung zur GV in den «Trauben» Weinfelden. Sie lauschten den Ausführungen des Präsidenten. Die Aufhebung des Euromindestkurses sei zwar auch für die Schreiner ein Schock gewesen, sagte dieser, doch nun müsse mit dem Jammern endlich Schluss sein – zumal es niemandem weiterhelfe. «Es kann ja durchaus sein, dass wir mit der neuen Situation leben lernen, dass wir unsere Produktivität nochmals steigern müssen, dass wir noch besser ausgebildetes Personal brauchen, dass wir noch bessere Dienstleistungen anbieten müssen. Oder überlegen wir uns, dass in Zukunft die Lohn- und Lohnnebenkosten gesenkt werden müssen? Wir hatten in den vergangenen Jahren das grössere Wachstum als der Euroraum. Ich bin überzeugt, dass wir es auch dieses Mal packen», sagte Fehlmann. Man müsse halt besser sein als das Mittelmass, denn «wo alle sind, gibt es wenig zu holen». Allerdings könne eine Branche allein diese Herkulesaufgabe nicht bewältigen. Vielmehr brauche es in dieser Frage die konstruktive Zusammenarbeit mit der Politik, den Verbänden, den Sozialpartnern, den Unternehmen und den Mitarbeitern.
Trotz der – gesamtwirtschaftlich gesehen – «dunklen Wolken am Horizont» könne man im Thurgau momentan noch von einer «guten Situation für die Schreinerbranche» reden, sagte Fehlmann. Jedoch sei davon auszugehen, dass die Banken im Thurgau künftig bei der Vergabe von Krediten restriktiver seien dürfen. «Für das Gewerbe und die privaten Bauherren wird es klar schwieriger, zu Hypotheken zu gelangen.» In diesem wirtschaftlichen Umfeld sei es umso wichtiger, dass die Schreinereibetriebe offensiv in die Grund- und Weiterbildung ihres Personals investierten. «Gerade in Krisen zeigt es sich immer wieder, dass man diese mit top ausgebildetem Personal gut bewältigen kann», sagte Fehlmann und warb bei seinen Berufskollegen dafür, «dass Sie die aktuelle Bildungsoffensive des Zentralverbandes unterstützen und vorantreiben.»
Wer will, kann zeitnah Teil dieser Bildungsoffensive werden. Denn für den Schreinerlehrlingswettbewerb «Schreiner Chance 15», dessen Gewinner Ende September gekürt werden, sucht der Verband noch Jurymitglieder – je einen Schreiner und einen Schreinermeister sowie drei Laien. Wer Interesse hat, kann sich beim Verband Schreiner Thurgau in Weinfelden melden.
www.schreinerthurgau.chVeröffentlichung: 23. Juli 2015 / Ausgabe 30-31/2015
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