Den Turbulenzen getrotzt

Rund 120 Vertreterinnen und Vertreter der Holzhandelsbranche nahmen an der Versammlung teil. Bild: Holzwerkstoffe Schweiz

Holzwerkstoffe Schweiz.  Der starke Franken bedrängt den Schweizer Holzhandel enorm. An der Jahresversammlung des Verbands Holzwerkstoffe Schweiz (HWS) blickten die Branchenvertreter zurück und stellten fest, dass sie sich trotz schwieriger Umstände recht gut geschlagen haben.

An der Jahresversammlung von Holzwerkstoffe Schweiz (HWS), dem Fachverband des Holzhandels, konnte Präsident Marc Brechbühl gegen 120 Personen begrüssen. Die Versammlung fand kürzlich in Flims-Waldhaus GR statt. In seinen einleitenden Worten hielt Brechbühl fest, dass seit dem Frankenschock nahezu eineinhalb Jahre verstrichen sind. Eine Periode, geprägt von Hektik, die den Handel infolge der Lagerabwertungen sowie des Preis- und Margendrucks viel Geld gekostet hat. Zur Wettbewerbsverschärfung haben erst recht Anbieter aus dem grenznahen Raum beigetragen, welche die Kunden des Holz- und Holzwerkstoffhandels begünstigten und durch den tiefen Eurokurs mit Preisvorteilen lockten.

Stark dank gutem Service

Brechbühl zog Bilanz und stellte fest, dass sich die Verbandshändler dank hoher Lieferbereitschaft und gutem Service auf dem Binnenmarkt behaupten konnten und deshalb die Frankenstärke trotz aller Unbill für sie nicht zur Existenzfrage wurde.

Dass aufgrund hoher Produktionskosten im Inland und des Preisdrucks auf den Exportmärkten die Schweizer Holzwerkstoffindustrie einem noch raueren Wind ausgesetzt war, sprach Christophe Feist kurz an, Geschäftsführer der neuen Pavatex-Eignerin Soprema. Er stellte bei dieser Gelegenheit Daniele Di Ninno als neuen Schweizer Verkaufsleiter von Pavatex vor.

Ergänzungswahlen in den Vorstand

Als Ersatz für den ausgeschiedenen Walter Moser wählte die Versammlung Silvia Furlan von der Kuratle & Jaecker AG im aargauischen Leibstadt neu in den HWS-Vorstand. Ausserdem wurde Günther Kleiber von der Thüring AG in Basel zusätzlich zur Verstärkung in den Vorstand gewählt.

Kaspar Engeli, Direktor der Dachorganisation Handel Schweiz, zeigte als Gastredner in einem facettenreichen Vortrag Rolle und Bedeutung des Handels im internationalen und nationalen Kontext auf. Wobei er auf die zunehmende Globalisierung und Digitalisierung einging, die den Handel vor neue Herausforderungen stellt und zu einem rasanten Wandel führt. Nicht ohne ironischen Unterton verwies der Redner auch auf die «‹Initiativ-Gruselkiste›, gepaart mit einer Gesetzes- und Verordnungsflut», die in einer «masslosen Bürokratie» gipfle und bewährte Stärken der Schweizer Wirtschaft zu strangulieren drohe. Den Unternehmen werde nämlich dann ein Gefallen gemacht, wenn man den Freihandel fördere und ausbaue, das duale Bildungssystem stärke, massvolle Steuern erhebe und die Autonomie lebe. Kurz: Man solle die Privatwirtschaft weitgehend machen lassen.

www.holzhandelszentrale.ch

jr

Veröffentlichung: 28. Juli 2016 / Ausgabe 30-31/2016

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