Die Zukunft ist hölzern


Leuchtendes Beispiel: die 2014 fertiggestellte Jugendherberge Gstaad-Saanenland. Bild: Alexander Gempeler


Leuchtendes Beispiel: die 2014 fertiggestellte Jugendherberge Gstaad-Saanenland. Bild: Alexander Gempeler
Weiterbildung. Holz als Baumaterial bietet technische, ökologische und wirtschaftliche Vorteile. Um diese gezielt nutzen zu können, sind spezifische Kenntnisse gefragt. Anhand von bereits realisierten Referenzbauten nimmt sich die Berner Fachhochschule dem Thema an.
Kürzlich wurde bei einem Wettbewerb für eine Wohnsiedlung im Raum Luzern Holz als Baustoff vorgeschrieben – eine Premiere. Gleichzeitig erhielten die Büros Unterstützung durch einen Holzbauspezialisten. Das wirft die Frage auf, ob Planen und Realisieren von Holzbauten spezielles Wissen voraussetzt und ob sich die Prozesse von anderen Bauweisen unterscheiden.
Zwei Spezialisten der Berner Fachhochschule, Ingenieur Andreas Hurst, Studienleiter MAS Holzbau, und Architekt Hanspeter Bürgi, Professor für Architektur und Entwurf, geben dazu Antworten: Für den Holzbau sei tatsächlich ein spezielles technisches und gestalterisches Wissen gefragt. Das Spiel mit den technischen Möglichkeiten von Holz und Holzwerkstoffen sei wesentlich, um für die konkrete Aufgabe die richtige Wahl zu treffen. Massivholz und die vielseitigen Holzwerkstoffe müssten verstanden sein, um die volle Leistungsfähigkeit des Holzbaus garantieren zu können. Hurst und Bürgi sind verantwortlich für den CAS-Lehrgang «Bauen mit Holz» an der Berner Fachhochschule Biel (Kasten).
Beim Bauen mit Holz geht es darum, alle Bauelemente und technischen Einrichtungen intelligent und effizient zu kombinieren sowie die Möglichkeiten der Vorfertigung zu nutzen, verbunden mit hoher Qualität und kurzer Bauzeit.
Lautet das Ziel, erneuerbare Energien zu fördern, steht Bauen mit Holz ganz vorne. Der Holzzuwachs in den Wäldern absorbiert CO2, das im verbauten Holz gespeichert bleibt. Hurst und Bürgi unterstreichen, dass Holz neben den ökologischen Vorteilen auch in wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereichen die Nase vorn hat. Wirtschaftlich wegen der Leichtigkeit des Materials, der Modularität und der raschen Bauzeit, was sich bei städtischen Aufstockungen bezahlt macht. Gesellschaftlich wegen der identitätsstiftenden Atmosphäre. Das zeigt etwa die Jugendherberge Gstaad-Saanenland im Berner Oberland.
Veröffentlichung: 09. November 2017 / Ausgabe 45/2017
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