Drohendes Burn-out besser ansprechen statt zuwarten




Im Hotel «Courtyard Mariott» in Zürich fanden sich Mitglieder des Schreinermeisterverbands Kanton Zürich (SVZ) unlängst zum Herbst-Branchentreff ein. Nach der Begrüs-sung durch Geschäftsführer Patrick Müller sprach Manuel Niedermann (Bild) zum Thema Burn-out. Er ist stellvertretender Geschäftsführer von Sulser und Partner, die im Bereich Prävention und Reintegration nach Burn-out tätig ist. Burn-out hat viel mit Stress zu tun, wobei meist verschiedene Faktoren aus Arbeit und Privatleben zusammenkommen. «Wichtig zu wissen ist, dass nicht alle gleich gut mit Stress umgehen können. Einige haben mehr Ressourcen und bewerten den Stress weniger stark als andere», sagte er. Ein Burn-out mache sich bei jedem anders bemerkbar und zeige teilweise ähnliche Symptome wie andere Erkrankungen, eine genaue Abklärung lohne sich.
«Oft beginnt ein Burn-out mit der Umdeutung von eigenen Werten. Man fängt an, sich zu verbiegen, was einen inneren Konflikt auslöst», sagt Niedermann. Dann folgen Leistungsabfall, Rückzug und unter Umständen Depression. «Wir wissen, dass Vorgesetzte ziem- lich schnell merken, wenn bei einem Mitarbeitenden etwas nicht stimmt. Doch die meisten trauen sich nicht, das anzusprechen», sagte Niedermann. Doch gerade das sei wichtig. Denn Vorbeugen ist immer besser als ein Ausfall wegen Burn-out.
www.schreiner-zh.chVeröffentlichung: 03. November 2022 / Ausgabe 44/2022
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