Ein Drittel ist mangelhaft deklariert

Bei Holzprodukten, beispielsweise diesen Holzkühen, müssen Art und Herkunft des Rohstoffes deklariert werden. Bild: Alessandro Della Bella (Lignum)

Holzherkunft. Viele Verkäufer von Holz und Holzprodukten deklarieren Art und Herkunft des Rohstoffes zwar korrekt. Doch eben längst nicht alle, wie das Eidgenössische Büro für Konsumentfragen im vergangenen Jahr bei seinen Kontrollen erneut feststellen musste.

Das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen (BKF) hat im vergangenen Jahr 121 Kontrollen zur Holzdeklarationspflicht durchgeführt. Wie das BKF nun mitteilt, haben 30 Prozent der geprüften Unternehmen ihre Holzprodukte korrekt deklariert, das heisst Art und Herkunft des Holzes angegeben. Mit 30 Prozent lag der Anteil der korrekten Unternehmen zwei Prozentpunkte über dem Wert von 2019 (28 Prozent). Bei 35 Prozent der kontrollierten Betrieb waren das Holz und die Holzprodukte mehrheitlich korrekt deklariert. Hier waren Herkunft und Holzart zwar meistens, aber eben nicht immer richtig ausgeweisen.

Erstmals Strafverfahren eingeleitet

Bei einem weiteren knappen Drittel der kontrollierten Betriebe war kein einziges Produkt vollständig deklariert. Bei den betreffenden Unternehmen handelt es sich laut BKF meist um kleinere Betriebe, die noch nie überprüft worden und sich der Pflicht zur Holzdeklaration nicht bewusst seien. Der Anteil dieser Unternehmen sank von 35 Prozent (2019) auf 32 Prozent (2020). Drei Prozent der kontrollierten Betriebe schliesslich deklarierten gar nichts, obwohl sie müssten. Erstmals hat das BKF wegen erneut mangelhafter Holzdeklaration gegen zwei Betriebe ein verwaltungsrechtliches Strafverfahren eingeleitet. Seit 2012 gilt in der Schweiz die Verordnung über die Deklaration von Holz und Holzprodukten. Art und Herkunft des Holzes müssen gegenüber dem Konsumenten ausgewiesen werden. 

Stefan Hilzinger

www.konsum.admin.ch

Veröffentlichung: 07. Mai 2021

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