Ein Überblick, der Chancen bietet

Teilnehmer aus allen Möbelbereichen folgten mit grossem Interesse den Ausführungen der Fachreferenten. Bild: SZ, Andreas Brinkmann

Branchentreffen.  Erst die Kenntnis tatsächlicher Gegebenheiten, gepaart mit dem Wissen um die real umsetzbaren Möglichkeiten, bietet Zukunftspotenzial. Der Weiterbildungsanlass von Möbel Schweiz hat Vertretern verschiedener Möbelbereiche wertvolle Inputs gegeben.

Schweizer Möbelschaffende können auf eine sehr lange Tradition zurückblicken und haben es oft geschafft, Wegweisendes hervorzubringen. Zeiten des Umbruchs gab es dabei immer wieder, und diese haben letztlich auch zu neuen und innovativen Lösungen geführt. Die Entwicklungen der letzten Zeit deuten neuerlich auf Veränderung hin; wohin sich die Branche in welchem Mass bewegen kann, ist mittlerweile Bestandteil vieler Diskussionen.

Fundierte Erkenntnisse als Grundlagen

Die Schweizer Möbelbranche traf sich am Mittwoch letzter Woche im Kongresszentrum «Trafo» in Baden AG. Möbel Schweiz, der Verband Schweizer Möbelhandel und -industrie, hatte zu einem Weiterbildungsanlass geladen, der sich mit den Konsumtrends im Schweizer Möbelmarkt sowie den Konsequenzen auf Handel und Produktion befasste. Der Einladung zu diesem bisher dritten Anlass dieser Art folgten über 40 Vertreter aus dem Bereich Möbelproduktion, -handel und -import sowie auch der Zulieferindustrie. Die Referenten aus Forschung und Wirtschaft zeigten den realen Stand der Dinge auf sowie Möglichkeiten, darauf zu reagieren.

Der Kundennutzen formt den Markt

Mit nüchterner Distanz wurde auf die immer noch recht stabilen Marktbedingungen geschaut und darauf, wo der Möbelmarkt in Zahlen wirklich steht. Was im Onlinebereich Tatsache ist und wohin dieser sich entwickeln kann, interessierte sehr. Dieser bisher kleine Bereich ist klar zunehmend. Worte wie «Individualität» und «Emotionalität» gewinnen in diesem Zusammenhang an Bedeutung, denn heutige Kunden nutzen das Erlebnis des Einkaufens mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln. Der Kundennutzen und die resultierende Differenzierung der Unternehmung am Markt wurden genauso beleuchtet wie der dazu notwendige Wille und das vorhandene Können.

Es gibt Veränderungspotenzial

Natürlich sind die Prozessabläufe in der ganzen Kette von der Bedarfsfindung über Entwicklung, Produktion, Handel und Lieferung von ihrem reibungslosen Funktionieren abhängig. Die Nutz- und Effizienzsteigerung durch maximale Transparenz, die jede Position in Echtzeit zeigt, wurde ebenso beleuchtet wie das Wissen um die tatsächlichen Möglichkeiten und den Wert der Unternehmung. Der rege Austausch unter den Teilnehmenden zeigte, dass die Veranstaltung sehr viele positive Anregungen gebracht hat und dass sicher einiges davon bei den Zuhörern haften bleibt und vertieft angegangen werden dürfte.

www.moebelschweiz.ch

ab

Veröffentlichung: 17. März 2016 / Ausgabe 11/2016

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