Einblick in die Schreinerwelt

Im üK-Zentrum Opfikon konnten die Jugendlichen am Ende des Nachmittags ein Zopfbrett nach Hause nehmen. Bild: Chantal Kunz

Sektion Zürich  Grau ist alle Theorie. Das gilt auch bei der Berufswahl. In den Werkstätten der Zürcher üK-Zentren in Opfikon und Oberohringen konnten Jugendliche den Schreinerberuf erleben.

Damit angehende Berufsleute wissen, was in einer Schreinerlehre auf sie zukommen würde, organisierten die Zürcher üK-Zentren in Opfikon und Winterthur-Ohringen vor Kurzem Schülerinformationsnachmittage. Die Schülerinnen und Schüler erstellen dabei unter Anleitung ein eigenes Werkstück. «Es ist wichtig, dass die jungen Leute sehen und erleben, was ein Beruf mit sich bringt», sagt Peter Reimann, Kursleiter im Schreinerausbildungszentrum Opfikon. Mit dem Schülerinformationsnachmittag gibt sein Team den Jungen diese Möglichkeit.

Erste Tuchfühlung mit Maschinen

«Wir möchten zeigen, dass man als Schreiner oder Schreinerin wie auch als Schreinerpraktikerin nicht nur Holz hobelt, sondern auch den Umgang mit Maschinen kennen muss und kreativ sein kann.»

Im üK-Zentrum Opfikon erarbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Informationsnachmittages ein Zopfbrett inklusive Gravur mittels CNC-Maschine. 21 Jugendliche haben einen Nachmittag lang Einblick in die Schreinerwelt bekommen. Begonnen haben sie mit einem rohen Stück Holz. Dieses haben die interessierten Schülerinnen und Schüler gehobelt, mittels Schablone die gewünschte Form eingezeichnet, diese ausgesägt, Löcher gebohrt, die Kanten an der Kehlmaschine gebrochen, das Holz geschliffen und die CNC-Maschine entsprechend programmiert. «Die Jugendlichen waren interessiert am Beruf und am Material Holz und fragten auch zwischendurch nach. Sie stehen an sehr unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben.» Im Ausbildungszentrum Oberohringen bei Winterhtur haben die Jugendlichen einen Stifthalter erstellt. «Dieses Werkstück eignet sich bestens, um den Schülerinnen und Schülern zu zeigen, was man aus einem Stück Holz herstellen kann. Sie können dabei viele Schritte aus unserem Schreiner-Alltag selber umsetzen», sagt Pascal Messmer, üK-Kursleiter.

Vom rohen Holz zum Zopfbrett

Diesen Frühling war die Teilnehmeranzahl leider etwas spärlich. Auch hier startete die Gruppe mit einem rohen Stück Holz. Dieses haben sie gehobelt, zugeschnitten, die Form angerissen und ausgesägt, Löcher gebohrt, geschliffen und die Kanten gebrochen, sodass am Ende ein Zopfbrett entstand. Als Highlight konnten die Teilnehmenden ihren Namen in das eigene Werk eingravieren.

www.schreiner-zh.ch

Chantal Kunz, VSSM Zürich

Veröffentlichung: 16. Mai 2024 / Ausgabe 20/2024

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