Eine Familie von Stühlen


Stelldichein der Stuhlfamilie von Horgenglarus: die grosse Tafel an der Ausstellung. Bild: HFTG Zug


Stelldichein der Stuhlfamilie von Horgenglarus: die grosse Tafel an der Ausstellung. Bild: HFTG Zug
HFTG Zug. Studierende der Höheren Fachschule für Technik und Gestaltung (HFTG) Zug haben neu interpretierte Stühle von Horgenglarus an einer festlich gedeckten Tafel als «Familientreffen» inszeniert. Die Aktion, Ausstellung und Begegnungsort zugleich, stiess auf grosse Beachtung.
Angehende Einrichtungsgestalter der HFTG Zug hatten die Aufgabe, abgewandelte Horgenglarus-Stühle für eine Ausstellung in Szene zu setzen. «Wir haben wie bei einem klassischen Projektauftrag die Rahmenbedingungen angeschaut und dann diverse Ideen diskutiert», sagt Gabriela Thomann, Studierende der HFTG. Die ausgebildete Lehrerin arbeitet in einem Raumdesign-Studio, entwickelt meist Badezimmer, aber auch Wohnräume, und studiert an der HFTG in Teilzeit. Die Klasse habe sich nach mehreren Phasen der Entscheidungsfindung auf ein «Familientreffen» geeinigt. Die neuen Stühle und die Original-Klassiker sollten zusammenkommen wie eine Familie. «Denn es haben alle Stühle die gleiche DNA, den gleichen Designer als Ursprung.»
Mit dem «Familientreffen» als Leitidee entstand die Stuhlausstellung entlang einer langen Tafel, die festlich gedeckt wurde. Jeder Stuhl wurde mit Namen versehen und erhielt eine Tischkarte. Die Stühle wurden auf diese Weise personalisiert, trugen eine Geschichte in sich, welche die Betrachter an einer Pinwand nachlesen konnten.
Ergänzend führten HFTG-Leiter Andreja Torriani sowie Alex Kobel, Leiter der Abteilung Berufsmaturität am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum Zug (GIBZ), Tischgespräche mit geladenen Persönlichkeiten. Zu Gast waren Schriftsteller Arno Camenisch, Künstler Alois Lichtsteiner und Marco Wenger, Chef von Horgenglarus.
Das «Familientreffen» ging auf ein Projekt zurück, das vor rund einem Jahr Studierende der Schule umsetzen mussten. Sie hatten den Auftrag, den Stuhl von Horgenglarus neu zu gestalten. Auf diese Weise entstand eine Fülle von Adaptionen des Designklassikers: Einige weisen dezente Änderungen auf, anderen ist der Ursprung nur noch vage anzusehen. Das «Familientreffen» der Kunstwerke fand Ende 2017 an der Designmesse «Neue Räume» in Zürich statt.
SZ
Veröffentlichung: 18. Januar 2018 / Ausgabe 3/2018
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