Investition in die Lernenden

Sektionspräsident Heinz Fehlmann:«Die Leistungen der Lernenden waren beeindruckend.» Bild: VSSM-Sektion Thurgau

Schreiner Thurgau.  Bildungs- und Finanzfragen beschäftigten die Mitglieder des Verbandes Schreiner Thurgau an der Herbstversammlung. Sie sagten einstimmig Ja zur Erhöhung der Tarife bei den überbetrieblichen Kursen. Zudem wollen sie die Nachwuchswerbung verstärken.

Kürzlich fand in Mettendorf die ausserordentliche Generalversammlung des Verbandes Schreiner Thurgau statt. Vor 37 Stimmberechtigten und einigen Gästen zog Präsident Heinz Fehlmann eine positive Bilanz über die Veranstaltungsserie «Schreiner Herbst 2015». Zudem sei die Schreiner-Initiative «Job-Start» an der Berufsmesse bei den Oberstufenschülern sehr gut angekommen. Die Jugendlichen hätten die Gelegenheit genutzt und unter professioneller Anleitung einen Liegestuhl gebaut.

«Schreiner-Chance» mit viel Spielraum

Beeindruckend seien auch die Leistungen am Lehrlingswettbewerb «Schreiner Chance 15» gewesen. Die im dritten Lehrjahr stehenden Lernenden hätten mit dem Thema «Meins» eine Aufgabe gestellt bekommen, die ihnen «viel Spielraum» gegeben habe. Das Thema der Austragung 2016 steht auch schon fest und lautet «Mach mal Pause». Der traditionelle Schnuppertag könnte hingegen noch besser besucht werden. Zwar nutzten 35 Oberstufenschüler diese Möglichkeit, doch wären viel mehr Plätze vorhanden gewesen. Die Thurgauer Verbandsschreiner hatten 108 Plätze angeboten.

Diskussionslos genehmigten die Stimmberechtigten die Kursgelderhöhung bei den überbetrieblichen Kursen. Wie Verbandskassier Marcel Wüthrich erläuterte, müssen die Kosten pro Tag um 20 Franken angehoben werden, «damit wir auch in Zukunft ein ausgeglichenes Budget präsentieren können». Der Grund: In den letzten Jahren ist das Vermögen des Berufsbildungsfonds bewusst reduziert worden.

Kritik an der Absage des «WoodAward»

Viel zu reden gab hingegen die kurzfristige Streichung des prestigeträchtigen «Wood- Award 2016». Bei etlichen Votanten, darunter Kantonalpräsident Heinz Fehlmann und sein Amtsvorgänger Hanspeter Meier, stiess die Wettbewerbsabsage des VSSM aus finanziellen Gründen auf Unverständnis. Er habe, sagte Fehlmann, an der Präsidentenkonferenz Kritik am Entscheid geäussert. Dieses Vorgehen entspreche nicht dem bisherigen Stil des VSSM. «Meiner Meinung nach hat der Verband eine Chance verpasst, sich im Designbereich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren», sagte Fehlmann.

www.schreinerthurgau.ch

cl

Veröffentlichung: 10. Dezember 2015 / Ausgabe 50/2015

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