Prominentester Passagier: Escher aus Eiche

Hier sitzt er und ist bereit für die Reise durch die Schweiz: Alfred Escher mit Generalabonnement. Bild: Woodvetia

Woodvetia.  Manch ein Zugpassagier wird in den nächsten Monaten seinen prominenten Sitznachbarn bewundern. Im Rahmen der Schweizer Holz-Förderungskampagne Woodvetia fährt nämlich der Pionier Alfred Escher – aus Eiche gefertigt – im SBB-IC durch die Schweiz.

Dem Bahnpionier und Politiker Alfred Escher (1819 – 1882) blieb es zu Lebzeiten verwehrt, durch sein Werk, den Gotthardtunnel, zu fahren. Mit der Holzfigur, die im Rahmen der Schweizer Holz-Förderungsaktion Wood- vetia geschaffen wurde, konnte dies am vergangenen Montag nachgeholt werden. Nach der feierlichen Enthüllung im Hauptbahnhof Zürich und der Fahrt nach Lugano reist die Holzfigur nun bis Ende Jahr im SBB-IC durch das ganze Land.

Visionär und Politiker

Alfred Escher war nicht nur geistiger Vater des Gotthardtunnels, sondern er gehörte auch zu den Mitbegründern der Vorläufer der heutigen ETH, der Bank Credit Suisse und des Versicherungsunternehmens Swiss Life. Zudem prägte der Visionär und Politiker die damalige moderne Schweiz stark mit. Ex-VSSM-Zentralpräsident Ruedi Lustenberger fand im Rahmen der Figurenenthüllung den gemeinsamen Nenner mit Alfred Escher rasch: «Wir sind beide alt Nationalratspräsidenten.» Tatsächlich wurde auch Escher in seiner Amtszeit als Nationalrat zum höchsten Schweizer gewählt. Dies im Gegensatz zu Lustenberger gleich vier Mal: 1849, 1855, 1856 und 1862. 1855 nahm Escher die Wahl aus gesundheitlichen Gründen nicht an.

SBB-GA für Alfred Escher

Die Woodvetia-Skulptur von Alfred Escher wurde am Montag im Hauptbahnhof Zürich in einem SBB-IC-Personenwagen montiert und festgeschraubt. Die Projektverantwortlichen konnten bei dieser Aktion auf die Unterstützung der SBB zählen. Diese stellten Alfred Escher sogar vorschriftsgemäss ein Generalabonnement für die freie Reise durch die Schweiz aus.

Die Statue lebt

Das Holz für Alfred Eschers Figur stammt von einer 150 Jahre alten Stieleiche aus einem SBB-Schutzgehölz, das die Bahnlinie zwischen Zürich und Regensdorf sichert. Dieses Holz ist für seine Härte bekannt und dient der SBB deshalb bis heute als Weichenschwelle. Künstler Inigo Gheyselinck zeigte sich zufrieden mit dem Werk: «Jedes Holz hat eine eigene Struktur, eine Färbung, es gibt Maserungen und Verästelungen. Das haucht der Statue Leben ein.» Man darf gespannt sein, welche Legende Woodvetia an welchem Ort in der Schweiz als Nächstes hervorzaubert.

www.woodvetia.ch

pet

Veröffentlichung: 23. Februar 2017 / Ausgabe 8/2017

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