«Special Effects» – auch ohne Hollywood


Kombinationen von Holz und Giessharz: Eine Wanduhr erstellt von Tonet-Fachmann Mathias Vifian. Bild: Tonet


Kombinationen von Holz und Giessharz: Eine Wanduhr erstellt von Tonet-Fachmann Mathias Vifian. Bild: Tonet
PaidPost. Giessharz weitet die gestalterischen Möglichkeiten von Schreinereien ungemein aus. Die Verarbeitung des Materials erfordert allerdings etwas Übung. Die Firma Tonet AG in Dulliken SO hat das nötige Know-how und bietet demnächst auch Kurse an.
Der Vergleich mit der Kinowelt scheint nur auf den ersten Blick etwas weit hergeholt. Denn mit Giessharz und Holz lässt sich praktisch jeder kreative Einfall verwirklichen – und ein Wow-Effekt ist garantiert. Es braucht dazu allerdings Geduld und handwerkliches Können, das beim erfahrenen Schreinerbetrieb ja vorhanden ist. Das Know-how wiederum hat die Tonet AG.
Ideen haben Schreinerinnen und Schreiner und ihre Kundschaft genügend. Das bestätigt Mathias Vifian, Anwendungstechniker im Aussendienst bei der Tonet AG und seinerseits auf Giessharz spezialisiert. Sei es ein Tisch aus Altholz, um zum Beispiel die Erinnerung an ein geliebtes Haus lebendig zu halten. Aktuell hoch im Kurs stehen auch sogenannte «River Table» als Aufsehen erregende Landschaftskunstwerke. Oder in einen Salontisch eingegossene Gegenstände aller Art, Schmuckstücke der Urgrossmutter, um nur eine der vielen Möglichkeiten zu nennen – wieso nicht? Es ist wirklich nahezu alles realisierbar.
Natürlich können Schreiner/innen auch die Initiative ergreifen und aus Restholz ein dekoratives Möbelstück für den eigenen Ausstellungsraum kreieren. «Dieser Ideenreichtum beeindruckt mich», sagt Vifian mit einem Schmunzeln. «Ich weise dann jeweils auf die richtige Verarbeitung hin, die bei Epoxid-Giessharzen durchaus sehr wichtig ist. Und ich stehe selbstverständlich auch für Anwendungstests zur Verfügung.» Für noch mehr «Special Effects» können Anwender/innen Giessharz etwa nach RAL- oder NCS-Farbtönen einfärben oder Metallic-Pigmente beigeben, um individuelle Muster und Strukturen zu schaffen.
Das oberste Gebot ist Zeit. Lieber mehr davon in Abklärung und Vorbereitung investieren, um optische oder technische Mängel zu vermeiden. Die Kundschaft soll sich schliesslich möglichst lange an ihrem Stück erfreuen können. Deshalb kann auch mal ein Testlauf im Kleinformat ratsam sein. Es lohnt sich unter anderem, vorher über die Stabilität der Giessform nachzudenken und darüber, wie das fertige Werkstück dann wieder herausgelöst werden soll. Ganz entscheidend für ein einwandfreies Giessresultat ist auch die oft unterschätzte Trocknungszeit, die gemäss Vifian eine gute Woche beträgt. Das Produkt härtet bei einer nicht zu hohen Luftfeuchtigkeit und einer konstanten Raumtemperatur von 17 bis 20 Grad Celsius gleichmässig aus.
Die Tonet AG hat über die Jahre laufend neue praktische Erkenntnisse gewonnen und sich deshalb für das Giessharz SIC entschieden. Dabei handelt es sich um ein Epoxid-System, das aus pflanzlichen Quellen mit einem hohen Anteil an biobasiertem Kohlenstoff hergestellt wird und von einem unabhängigen Labor zertifiziert ist. Die Tonet AG hält das Produkt für eines der besten auf dem Markt. «Aus unserer Sicht bietet es bezüglich Klarheit, Farbe und UV- Beständigkeit die besten Ergebnisse.» Was bedeutet das? Dass auch die verrücktesten Ideen umsetzbar sind, viele Jahre Freude bereiten und der Wow-Effekt immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. «Ich bin gespannt, was ich noch alles antreffen werde!», sagt Vifian. Weitere Produkt- und Verarbeitungsinformationen sind unter www.tonet.ch abrufbar. In jedem Fall lohnt sich ein Beratungsgespräch durch Tonet-Fachleute.
Im Zuge des Ausbaus ihres Schulungsangebotes wird die Tonet AG in naher Zukunft auch Giessharz-Kurse anbieten. Informationen dazu werden auf www.tonet.ch laufend aktualisiert.
Veröffentlichung: 23. Dezember 2021 / Ausgabe 44/2021
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