«Tiefflieger konsequent melden!»

Der Vorstand der Fachgruppe mit Bürgenstock im Hintergrund (v. l.): Präsident Jack Breitenmoser, Luciano D’Anna, Jeremy Dietsche, Irene Rigo (Sekretariat) und Vizepräsident Ruedi Amsler. Bild: Stefan Hilzinger

Fachgruppe Montage. In Vitznau am Vierwaldstättersee traf sich vergangenen Samstag die Fachgruppe Montage des VSSM zur Generalversammlung. Das Postkartenwetter täuschte nicht darüber hinweg, dass es da und dort Wölkchen am Himmel der Monteure hat.

Eigentlich, so sagt es Präsident Jack Breitenmoser jeweils am Schluss der Versammlung, sähe es der Vorstand gerne, wenn möglichst alle Mitgliedsfirmen der Fachgruppe Montage an der jährlichen Generalversammlung teilnehmen. Doch auch heuer, an der bislang 19. Zusammenkunft, kamen «nur» 13 der derzeit 34 Mitglieder nach Vitznau LU angereist. Über eine Beteiligung von knapp 40 Prozent würden sich aber Schweizer Gemeindepolitiker/innen genüsslich die Hände reiben. 
Jahresbericht, Rechnung 2025 und Budget 2026 der Fachgruppe gaben keinen Anlass zur Wortmeldung und erhielten einstimmig den Segen der Versammlung. In seinem Jahresbericht kam Jack Breitenmoser  auf den zunehmenden Lohndruck durch ausländische Monteure und Einzelfirmen zu sprechen. Er rief die Fachgruppenmitglieder auf, «Tiefflieger konsequent bei der Zentralparitätischen Kommission, der ZPK, zu melden.» 

Interesse an GAV-Verhandlungen 

Wie die Schreinerbranche allgemein beschäftigen sich auch die Monteure mit den laufenden Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Noch bis Mitte Mai ist Ruedi Amsler Vertreter der Monteure in der GAV-Kommission des VSSM. Es sei wichtig, dass die Fachgruppe dort vertreten ist, denn die Monteure hätten doch gewisse andere Prioritäten als Schreiner­betriebe. Wer Amslers Nachfolger wird, ­bestimmt die Präsidentenkonferenz des VSSM im Mai. Der Vorstand der Fachgruppe hat Nando Eugster und Simon Schifferle vorgeschlagen. 

Wie schwer sind Einbauten? 

Offenbar gibt es Erwägungen von Strassenverkehrsämtern, künftig das Gewicht von fixen Einbauten in Lieferwagen im Fahrzeugausweis eintragen zu müssen. Jedenfalls, so betonten mehrere Votanten, sei es wichtig zu wissen, wie schwer die Einbauten sind. Denn nur so kenne man die Nutzlast, die effektiv noch zugeladen werden darf. Man könne sich das Gewicht auch von den Anbietern solcher Einbauten bestätigen lassen; einige Anbieter würden das Gewicht bereits von sich aus deklarieren. 
Auf die 19. GV folgt nächstes Jahr die 20. Für diesen Geburtstag plant der Vorstand einen zweitägigen Anlass, auch dank eines schönen Polsters in der Kasse. Der Anlass wird im April oder Mai 2027 stattfinden. 
Stefan Hilzinger

www.fachgruppe-montage.ch

Artilleriefestung Vitznau - ein Zeuge des Zweiten Weltkrieges

Der kurze Aufstieg zur Artilleriefestung Vitznau-Mühlefluh hatte es in sich. Doch die Teilnehmenden des nachmittäglichen Rahmenprogramms wurden nicht nur mit einem wunderbaren Blick über den Vierwaldstättersee belohnt, sondern kamen auch in den Genuss einer interessanten Führung. Die in den Kriegs­jahren 1941 bis 1943 erbaute Festung gehört zum Reduit-Festungsring zwischen Alpstein und Genfersee und hätte zur Verteidigung gedient, wäre Nazi-Deutschland in die Schweiz eingefallen. Die Anlagen waren bis Anfang der 1990er-Jahre geheim. Heute gehört die deklassifizierte Anlage der Gemeinde und der Korporation Vitznau. Um Unterhalt und Betrieb mit Führungen und Übernachtungsmöglichkeiten kümmert sich ein Verein. Die Festung war mit zwei Artilleriekanonen mit Kaliber 10,5 bewaffnet und hätte bis zu 20 Kilometer weit über den Bürgenstock hinweg schiessen können. Ausserdem bot die Anlage Platz und Infrastruktur für eine Besatzung von mehreren Dutzend Mann, die im Ernstfall mehrere Wochen hätten ausharren können. hil
www.festung-vitznau.ch

Veröffentlichung: 29. April 2026

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