Viel Zuversicht, aber ...

Aus dem Lignum-Vorstand verabschiedet wurden VSSM-Zentralpräsident Thomas Iten (rechts neben Lignum- Direktorin Sandra Burlet) sowie Pascal Schneider, Vorstandsmitglied von Holzindustrie Schweiz (links neben Lignum-Präsident Jakob Stark). Bild: Michael Meuter

LIgnum Schweiz.  Die Frühjahrsdelegiertenversammlung ging bei der Sigrist Rafz Holz + Bau AG über die Bühne, im Unternehmen des noch bis 27. Juni amtierenden VSSM-Präsidenten Thomas Iten.

Das vergangene Jahr, erklärte Lignum-Präsident Jakob Stark an der Frühlingsdelegiertenversammlung in Rafz ZH, sei nicht nur aufgrund branchenwichtiger und publikumswirksamer Auftritte der Lignum – darunter im September die Preisverleihung des Prix Lignum 2024 – erfolgreich gewesen. Die Branche habe sich 2024 unter dem Dach der Lignum auch gefunden, um sich in Sachen Wald, Holz und Klima zu vernetzen und eine gemeinsame Stossrichtung zu definieren. Daraus sei der Beschluss erfolgt, die Austauschplattform «Klimaleistungen Wald und Holz» zu bilden und das Projekt «Wald Holz Netto Null» des Vereins «Senke Schweizer Holz» mitzutragen. Im Austausch mit dem Bafu zur kommenden, integralen Strategie für Wald und Holz sei unter dem Lead der Lignum zudem das Anliegen der Holzindustrie eingebracht worden, die Ernte von Schweizer Holz um eine Million Kubikmeter pro Jahr zu erhöhen.

Behörden haben ein offenes Ohr

Die neue Strategie sei von zentraler Bedeutung für die Branche, betonte Stark einmal mehr; denn sie halte die grossen Entwicklungslinien bis 2050 fest. Stark zeigte sich optimistisch: «Wir vertrauen aufgrund der ausgezeichneten Zusammenarbeit im Laufe der Erarbeitung auf die Weitsicht des Bundesrats.» Auch das offene Ohr von Regierung und Parlament für Anliegen der Wald- und Holzwirtschaft im vergangenen Jahr lasse in den kommenden Jahrzehnten auf gute Rahmenbedingungen hoffen.

Entlastungspaket schiesst übers Ziel

Mit Sorge, so Stark, blicke die Branche aber auf die Pläne, mit dem Entlastungspaket 27 des Bundes, Einsparungen zulasten von Wald und Holz zu tätigen, die weit über das Ziel hinausschössen. «Alle Bereiche müssen einen Beitrag leisten, und auch wir sind dazu bereit», sagte Stark. Die Belastung für Wald und Holz müsse jedoch verhältnismässig sein. Entsprechend habe Lignum sich in der Vernehmlassung geäussert.

Nach den rasch erledigten statutarischen Geschäften standen zwei Verabschiedungen aus dem Vorstand im Zentrum: diejenige von Gastgeber Thomas Iten als VSSM-Vertreter sowie von Pascal Schneider als Entsandter von Holzindustrie Schweiz. Die Versammlung verabschiedete die beiden langjährigen Vorstandsmitglieder mit kräftigem Applaus und einem Präsent, nachdem Jakob Stark ihre Verdienste gewürdigt hatte.

www.lignum.ch

SZ

Veröffentlichung: 05. Juni 2025 / Ausgabe 23/2025

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