Vorreiter in der Ausbildung

Urgesteine: Beat Wenger (links) und Fernand Devaud mit Überraschungsgast Ruth Grossenbacher. Bild: Stiftung Schreinerschule Solothurn

Schreinerschule solothurn.  Die Mitgliederversammlung der Stiftung Schreinerschule Solothurn hat die Gründungszeit nochmals aufleben lassen und zwei herausragende Persönlichkeiten verabschiedet. Die Finanzen stimmen, die Nachfrage ist gross und der Erfolg ebenso.

Mit einem Gewinn von rund 150 000 Franken übertraf die Stiftung Schreinerschule Solothurn (SSSO) das Ergebnis des Vorjahres deutlich. Grund dafür ist die Umsetzung der «Strategie 50». Diese hat zum Inhalt, dass durchschnittlich 50 Weiterbildungsplätze pro Jahr angeboten werden. Die Strategie entspreche der gewachsenen Nachfrage an Ausbildungsplätzen seitens der Invalidenversicherung (IV), sagte Schulleiter und Geschäftsführer Peter Hofmann kürzlich an der SSSO-Mitgliederversammlung.

Aktuell werden 59 Berufsleute aus der Schreiner- und Holzbaubranche zum Sachbearbeiter Planung/Avor umgeschult. Dies entspricht einer Verdoppelung der bisherigen Schülerzahl. Dem Qualitätsmanagement kommt dabei eine besonders wichtige Rolle zu. Auch mit der neuen Ausrichtung wird die bisher sehr starke Vermittlungsquote von über 90 % angestrebt.

Fachkräfte in der Branche behalten

Die SSSO verfolgt seit ihrer Gründung 1993 das Ziel, Berufsleute aus der Holzbranche, die ihren gelernten Beruf unfall- oder krankheitsbedingt nicht mehr ausüben können, wieder in die Arbeitswelt einzugliedern. Durch Umschulungen bleiben der Branche qualifizierte Fachkräfte erhalten. Über 300 Berufsleute haben das Angebot der SSSO schon in Anspruch genommen.

Kostenbeteiligung an CNC-Maschine

Wie Hofmann weiter ausführte, beteiligt sich die SSSO mit 100 000 Franken am Kauf der neuen CNC-Maschine für den ÜK-Bereich des VSSM Solothurn. Die Infrastruktur des ÜK-Lokals wird regelmässig von der SSSO genutzt. Künftig werden die Lernenden auch auf der neuen CNC ausgebildet.

Mit Fernand Devaud und Beat Wenger verabschiedete die Versammlung «zwei Männer der ersten Stunde» aus dem Stiftungsrat. Devaud war bei der Gründung Vorreiter. Ruth Grossenbacher, Gründungspräsidentin und Überraschungsgast, würdigte sein Werk. Auch mit Beat Wenger verliert die Stiftung ein Urgestein der Schreinerbildung.

Mit Hans-Peter Pfyl konnte ein neuer Bildungsprofi in den Stiftungsrat gewählt werden. Er war unter anderem zwölf Jahre Mitglied des VSSM-Zentralvorstands.

www.schreinerschule.ch

mw

Veröffentlichung: 04. Juni 2015 / Ausgabe 23/2015

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